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Koordinierte Schmerztherapie bei allen operativen Disziplinen an der Asklepios Paulinen Klinik

Als erste Klinik im Rhein-Main-Gebiet hatte die Asklepios Paulinen Klinik (APK) im Februar 2007 ein neues Schmerzmanagement-System eingeführt und es vom TÜV Rheinland zertifizieren lassen. Nun ist die APK erneut vom TÜV Rheinland kontrolliert worden. Bei dem jährlich stattfindenden Überwachungsaudit wird geprüft, wie sich die neuen Abläufe in den Klinikalltag integriert haben. Das Ergebnis der TÜV-Prüfer ist erfreulich: das neue Schmerzmanagement-System hat sich bestens etabliert und wird von den Mitarbeitern der APK ständig weiterentwickelt. Bundesweit besitzen nur circa 15 Kliniken das begehrte Zertifikat „Qualitätsmanagement Akutschmerztherapie“.

In der APK arbeiten alle operativen Bereiche bei der Schmerzbekämpfung vor, während und nach einer Operation koordiniert mit der Klinik für Anästhesie und Intensivmedizin zusammen. Ziel ist es, Schmerzen soweit wie möglich zu verhindern oder zumindest auf ein erträgliches Maß zu reduzieren. Nebenwirkungen der Schmerztherapie sollen dabei weitestgehend vermieden werden. Das subjektive Schmerzempfinden wird nach einer Operation durch den Patienten selbst auf einer Schmerzskala festgelegt. Die Skala reicht von eins bis zehn, wobei eins wenig Schmerz und zehn größte Schmerzen bedeuten. In Abhängigkeit von der durchgeführten Operation und dem subjektiv ermittelten Schmerzempfinden des Patienten wird dann das Schmerzmittel verabreicht. Um dabei möglichst wenig Zeit zu verlieren, sind im klinikeigenen Intranet Schmerzschemata hinterlegt. Hier wird festgelegt, welche Mittel bei welcher Operation und welchem Schmerzempfinden gegeben werden dürfen. So kann jede Krankenschwester auf der Station dem Patienten schnell den Schmerz nehmen und muss in Standardsituationen nicht zwingend Arzt hinzuziehen.

Das gesamte Pflegepersonal der APK ist intensiv in der Anwendung des neuen Schmerzkonzeptes geschult. Zusätzlich gibt es eine sogenannte „Pain-Nurse“ - wörtlich übersetzt „Schmerz-Schwester“. Sie führt zwei mal täglich eine Schmerzvisite bei Patienten mit Katheterverfahren durch. Dabei überprüft sie in Absprache mit dem zuständigen Facharzt die Wirksamkeit der Medikamentengabe, kontrolliert die Kathetereinstichstellen und achtet auf eventuell auftretende Nebenwirkungen. Außerdem ist die „Pain-Nurse“ für die Fortbildung des Pflegepersonals im Bereich der Schmerztherapie zuständig.

In einem regelmäßig stattfinden Qualitätszirkel Schmerz nehmen an der APK alle operativen Abteilungen wie Chirurgie, Urologie, Neurochirurgie, HNO, Gynäkologie und Geburtshilfe teil. Hier werden unter Berücksichtigung neuester Erkenntnisse aus Forschung und Wissenschaft die Richtlinien zur Bekämpfung des Schmerzes angepasst. „Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass Patienten, die weniger oder keine Schmerzen haben, schneller gesund werden. Durch die optimierten Abläufe und die enge interdisziplinäre Zusammenarbeit ist schnelle Hilfe auch auf den einzelnen Stationen möglich“, so Dr. Klaus Schulz, Chefarzt der Klinik für Anästhesie und Intensivmedizin an der APK.

Für Rückfragen:
Oliver Zimmer, Geschäftsführer, Asklepios Paulinen Klinik, Tel. 0611 – 847 2003





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