Atrium Hotel Mainz

Christian Westerhoff aus Mainz als Top Ausbilder nominiert

Foto Nathalie Zimmermann

Christian Westerhoff hat dem Fachkräftemangel in der Gastronomie erfolgreich den Kampf angesagt. Der Verband der Köche Deutschlands e. V. hat den Küchenchef im Atrium Hotel Mainz deshalb unter 30 Bewerbern als einen von fünf Top Ausbilder-Finalisten aus ganz Deutschland nominiert. Im September kürt der Verband den Sieger.

Frankfurt/Main, 5. September 2017 – „Wenn unsere Kochazubis fertig sind mit ihrer Ausbildung, sollen sie hier rausgehen mit dem Gefühl, dass sie viel gelernt haben und Spaß dabei hatten“, sagt Christian Westerhoff. Der 38-Jährige ist Küchenchef des Tagungs- und Bankettbereichs im Atrium Hotel Mainz. Weil er sich mit seinem Ausbildungskonzept besonders für den Köche-Nachwuchs einsetzt, hat der Verband der Köche Deutschlands e. V. (VKD) Westerhoff als einen von fünf Top Ausbilder-Finalisten nominiert.

Der Kochberuf ist nach wie vor einer der Top 20 Ausbildungsberufe. Aber die Zahl der abgeschlossenen Ausbildungsverträge ist drastisch zurückgegangen. 2016 haben 9.144 Koch-Azubis ihre Lehre begonnen. Zum Vergleich: 2006 waren es noch 17.980 (Quelle: Bundesinstitut für Berufsbildung). Um zu zeigen, dass es in der Gastronomie gute Ausbilder und Ausbildungsplätze gibt, haben der Verband der Köche Deutschlands und sein Verbandsmagazin „Küche“ schon vor über zehn Jahren den Top Ausbilder-Wettbewerb angestoßen. „Wir prämieren Ausbilder, die sich durch besondere Initiative für den Kochberuf einsetzen und ihren Azubis optimale Rahmenbedingungen bieten“, erläutert Verbandspräsident Andreas Becker. So wie Christian Westerhoff: Aktuell ist er verantwortlich für ein Küchenteam von 19 Mitarbeitern, darunter sieben Auszubildende. „Wir haben hier im Hotel ein sehr breites Angebot, angefangen vom Frühstücksbereich über Tagungen und Bankette bis hin zu à la Carte. Diese Vielseitigkeit möchte ich meinen Azubis vermitteln.“

„Wir haben einen sehr guten Ruf im Raum Mainz und daher den Vorteil, dass sich viele Azubis bei uns bewerben“, sagt Westerhoff erfreut. Auszeichnungen wie das Dekra-Zertifikat für „Exzellente Ausbildung“, „Attraktiver Arbeitgeber Rheinland-Pfalz“ sowie die Mitgliedschaft im Verein FairJobHotels dürften ihren Anteil daran haben. Trotzdem macht er sich die Auswahl der angehenden Köche nicht leicht, denn „der Gast schmeckt einfach, wenn nicht mit Liebe zum Beruf gekocht wird.“

Westerhoff und Personalleiterin Corinna Sturm arbeiten eng mit der Mainzer Gustav-Stresemann-Wirtschaftsschule zusammen. Dort absolvieren Schüler im zwölften Schuljahr ein zweimonatiges Praktikum, für das sie gerne das Atrium wählen. Wer im Praktikum überzeugen kann, hat anschließend gute Aussichten auf einen Ausbildungsplatz, berichtet Corinna Sturm. Auch regionale Ausbildungsmessen nutzt Atrium für die Akquise.

Beim ersten Gespräch soll der Funke überspringen
„Wir gehen sehr offen in die Bewerbungsgespräche. Aber mir ist wichtig, dass schon beim ersten Gespräch der Funke überspringt, dass ich merke, der Bewerber hat Lust auf diesen Beruf“, betont Christian Westerhoff. Ist diese erste Hürde erfolgreich genommen, folgen für den Azubi-Anwärter fünf Tage Probearbeiten. Danach berät sich Westerhoff mit dem gesamten Küchenteam, welche Kandidaten in die Endauswahl kommen. Die Bewerber, die am besten ins Team passen, bekommen nach einer zweiten Beratungsrunde den Zuschlag.
„Bei uns wird Schichtdienst gearbeitet.“ Entsprechend klar geregelt sind die Arbeitszeiten: Es gibt ein zentrales Zeiterfassungssystem, Überstunden werden zeitnah abgebaut oder vergütet. Dass die Arbeitskleidung gestellt und gereinigt wird, es Weihnachts- und Urlaubsgeld sowie vermögenswirksame Leistungen gibt, ist in der Gastronomie nicht selbstverständlich. Flache Hierarchien, kurze Dienstwege und eine von Wertschätzung getragene Gesprächskultur sind Christian Westerhoff besonders wichtig: „Das Cholerische, das man in anderen Betrieben leider immer noch findet, das gibt es bei uns nicht. Wir wollen respektvoll miteinander umgehen, und das gilt natürlich auch für die Azubis.“

Jedem Nachwuchskoch wird zu Beginn der Ausbildung ein Pate zur Seite gestellt – meistens ein Lehrling aus dem Ausbildungsjahr darüber. Er ist neben Westerhoff direkter Ansprechpartner für den Neuen. Gefördert werden die Auszubildenden zudem mit einem Weiterbildungsprogramm, das sowohl intern als auch extern bei Metzgereien, im Weingut oder dem Forum Culinaire stattfindet. Gefördert wird auch die Teilnahme an Nachwuchskochwettbewerben, wie etwa dem Rudolf Achenbach Preis oder dem Jugendwettbewerb des Dehoga. Über ein Austauschprogramm gibt es zusätzlich die Möglichkeit, Erfahrungen in französischen und norwegischen Betrieben zu sammeln.

Besonderen Wert legt Westerhoff, selbst Mitglied in der IHK-Prüfungskommission, auf die Prüfungsvorbereitung seiner Schützlinge. Er pflegt ständigen Kontakt zu den Lehrern der Berufsschule, damit er Leistungsdefizite seiner Auszubildenden rechtzeitig erkennen kann.
„Wir fordern und fördern unsere Azubis jeden Tag aufs Neue, damit sie nach drei Jahren Ausbildung gestandene, vollwertige Mitarbeiter sind“, erläutert Westerhoff den Kern seiner Ausbildungsphilosophie. Wie weit sie auf diesem Weg schon sind, können die Kochauszubildenden des Atrium beim jährlichen Azubi-Tag unter Beweis stellen. Dann übernehmen sie das Zepter im Hotel – alle anderen Angestellten inklusive Küchenchef bleiben an diesem Tag zuhause.

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